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Montag, 25. September 2006Studio 60 die Zweite
Nachdem ich mir nun den Piloten von Studio 60 on the Sunset Strip ein zweites Mal angesehen habe (diesmal sogar in HR!), muss ich trotz aller Vorbehalte, die ich neulich geäußert habe, dennoch Spaß an der Serie habe, und sie sicher auch weiter gucken werde. Aber dennoch stört die Unwichtigkeit des Settings und der Figuren mich schon ein bisschen, besonders da es in so krassem Kontrast steht zu The West Wing.
Ein sehr guter Artikel, der sich mit ähnlichen Vorbehalten zu Studio 60 befasst, findet sich heute bei Salon.com (einmal auf die Werbung klicken, um den vollständigen Artikel lesen, lohnt sich). Mittwoch, 20. September 2006
Studio 60 on the Sunset Strip Geschrieben von Stefan
in TV-Serien um
10:31
Kommentare (0) Trackbacks (2) Studio 60 on the Sunset Strip
Da ist sie also, die neue Serie von Aaron Sorkin, dem Erfinder von The West Wing, wiederum gemeinsam mit seinem Leibregisseur Thomas Schlamme inszeniert. Das formuliere ich so, weil es in der Serie genau so ein Paar gibt, der Autor Matt Albie, gespielt von Matthew Perry, und der Regisseur Danny Tripp, gespielt von Bradley Whitford. Ich vermute dass wir hier durchaus Parallelen sehen werden zwischen Sorkin/Schlamme und Albie/Tripp. Soviel erstmal zum Inhalt.
Ich werde die erste Folge sicher noch einmal ansehen müssen, aber mein erster Eindruck der Serie ist: ich habe mich sehr auf diese Serie gefreut, aber ich bin enttäuscht. Nicht enttäuscht über die Dialoge, die waren Sorkin in Hochform. Nicht enttäuscht über die Darsteller, auch hier gibt es wenig auszusetzen, auch wenn ich persönlich Schwierigkeiten habe Perry eine ernste Rolle abzunehmen - obwohl ich nie mehr als ein halbes Dutzend Folgen Friends gesehen habe. Auch nicht enttäuscht über die Handlung, obgleich diese keine wirklich unerwarteten Wendungen bereithielt. Und zuletzt auch nicht enttäuscht über die Figuren, auch wenn hier Amanda Peet als Jordan McDeere, Präsidentin des Networks “NBS”, irgendwie zu jung, zu sexy, zu idealistisch für ihre Position wirkt. Andererseits war aber auch ein Präsident Bartlet eine in der Realität kaum vorstellbare Phantasiefigur - also auch kein wirkliches Problem. Warum also bin ich enttäuscht? Es fehlt einfach, verglichen mit The West Wing, etwas, das ich von Sorkin irgendwie erwartet habe. Die Serie hat kein Flair. The West Wing spielte im Weißen Haus. Das Weiße Haus ist ein besonderer Ort, ein Ort mit einem gewissen Mythos, und die Figuren der Serie trafen ständig Entscheidungen von großer, wenn nicht weltweiter Bedeutung. Dagegen ist das Setting von Studio 60 alles andere als besonders, ja geradezu belanglos, und die Bedeutung der Figuren und ihrer Handlungen ist so gut wie Null. Die Show ist angesiedelt im Umfeld einer dieser vielen überflüssigen Live-TV-Comedy-Formate, irgendwo zwischen dem ewig unkomischen Saturday Night Live und modernem unerträglichen Mist wie der Daily Show. Mit diesen sogenannten “Comedy”-Formaten kann ich einfch nichts anfangen, und ihr Umfeld interessiert mich überhaupt nicht. Hier finden leider die brutalen sechs Wörter Anwendung, die eigentlich immer ein Todesurteil sind: “I don’t care about these people.” Natürlich gibt es viele, die sich für diese “Comedy”-Formate begeistern und wie ein Wahnsinniger täglich mehrere dieser Shows gucken. (You know who you are...) Diesen Leuten sagt Studio 60 vielleicht mehr zu, wenn sie denn zwischen all den Shows noch die Zeit finden für eine Drama-Serie. Ich denke, ich werde die Serie zunächst weiter verfolgen, aber ich glaube, ein emotionales Band zu den Figuren der Serie werde ich kaum entwickeln können, und ich halte dies für essenziell, um eine Drama-Serie wirklich genießen zu können. Leider könnten mir die Figuren aus Studio 60 bisher kaum egaler sein. Schade, dass Sorkin sein Talent für Außergewöhnliches and einem so gewöhnlichen, so belanglosen, so banalen Thema verpulvert. Sehr Schade. Mittwoch, 13. September 2006
Die letzte Demütigung Geschrieben von Stefan
in Verschiedenes um
16:41
Kommentare (0) Trackbacks (0) Die letzte Demütigung
Man hat es nicht leicht als Zwergplanet. Mit Pluto geht es bergab. Zunächst wurde 2003 mit Himmelsobjekt 136199 aka. 2003 UB313 aka. “Xena” ein zehntes Objekt in unserem Sonnensystem entdeckt, das sogar noch größer ist als er. Dann wurde ihm vor kurzem der Staus als Planet aberkannt und er zum Zwergplaneten umdefiniert. Jetzt hat man auch noch beschlossen, dass ihm als Nicht-Mehr-Richtiger-Planet auch kein römischer Gott als Namensgeber zusteht und hat ihm den wenig romantischen neuen Namen “134340” gegeben. Welch ein Abstieg. Vielleicht wird man ihn bald “The dwarf planet formerly known as Pluto” nennen.
Nebenwirkung: die englische Wikipedia-Seite zu Pluto ist vorübergehend wegen Vandalismus gesperrt. |
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